Die Aula ist voll, die Stimmung gelöst. Wo in den vergangenen Wochen noch Prüfungsstress und Anspannung herrschten, wird an diesem Tag gefeiert. 30 Absolvent:innen der OTA- und ATA-Schule der UMM Akademie haben ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
Hinter den frisch examinierten Nachwuchskräften liegen intensive Prüfungstage. Drei Tage lang stellten sie ihr Wissen in den schriftlichen Prüfungen unter Beweis. Anschließend folgten die praktischen Prüfungen und zum Abschluss die mündlichen Prüfungen. Nun ist die Anspannung gewichen und der Stolz über das Erreichte umso größer.
Für Kursleiter Felix Krämer, der den ATA Kurs erstmals über die gesamte Ausbildungszeit begleitet hat, ist die Examensfeier deshalb auch persönlich ein besonderer Moment: „Für mich war es der erste ATA Kurs, den ich vom Anfang bis zum Ende begleitet habe. Das ist schon etwas Besonderes. Man sieht die Auszubildenden wachsen, wie sie sich entwickeln und verändern.“
Dabei habe er die Auszubildenden nicht nur während der erfolgreichen Momente begleitet. „Man ist bei den guten Zeiten dabei ebenso wie bei den schlechten Zeiten. Es ist schön zu schauen und zu sehen, was am Ende herauskommt“, sagt Krämer.
11 ATAs und 19 OTAs erfolgreich examiniert
Insgesamt haben 30 Absolvent:innen ihre Ausbildung erfolgreich abgeschlossen. Darunter sind 11 Anästhesietechnische Assistent:innen (ATA) und 19 Operationstechnische Assistent:innen (OTA).
Besonders erfreulich: Drei ATAs schlossen ihre Ausbildung mit einem sehr guten Ergebnis ab.
Bis zum erfolgreichen Abschluss war es für die Auszubildenden ein anspruchsvoller Weg. Auch für die Kursleitung waren die letzten Wochen vor dem Examen von Spannung geprägt. „Ich habe die letzten Wochen vorm Examen wirklich extrem mitgefiebert mit den Azubis. Ich bin mindestens genauso aufgeregt wie die Azubis selber, man drückt einfach die Daumen, dass alles gut läuft“, erzählt Krämer.
Bei der Examensfeier würdigten die Verantwortlichen die Leistungen der Absolvent:innen und blickten gemeinsam auf die Ausbildungszeit zurück. Mit dabei waren neben Felix Krämer auch Lena Müller, Kursleiterin der OTA Ausbildung, Akademieleiterin Anke Kany sowie Praxisvertreter:innen der Universitätsmedizin Mannheim.
Mit Neugier in die Praxis
Mit dem bestandenen Examen endet die Ausbildung. Das Lernen geht jedoch weiter. Für Felix Krämer ist es gerade der Einstieg in die berufliche Praxis, der viele neue Möglichkeiten eröffnet.
„Ich gebe ihnen mit, dass sie offen bleiben sollen für Neues und noch vieles in der Praxis lernen“, sagt der Kursleiter. Gerade an einem universitären Universalversorger wie der UMM gebe es dafür zahlreiche Möglichkeiten. „Da kann man jeden Tag ganz viel Wissen über die verschiedensten Bereiche mitnehmen.“
Die frisch examinierten ATAs und OTAs erwartet damit ein abwechslungsreicher und verantwortungsvoller Berufsalltag. Sie arbeiten eng mit Ärzt:innen und weiteren Berufsgruppen zusammen und begleiten Patient:innen insbesondere in Situationen, die für diese häufig mit Unsicherheit und Belastung verbunden sind.
Arbeiten mit Menschen, verantwortungsvoll und vielseitig
Genau darin sieht Krämer eine besondere Stärke des Berufs: „Unser Bereich ist ein ganz toller. Wir arbeiten viel mit Menschen zusammen, gerade auch in vulnerablen Situationen.“ Entscheidend sei dabei nicht nur die fachliche Kompetenz. „Wenn man mit Empathie und Feingefühl und auch hier und da mit ein bisschen Humor an die Sache herangeht, kann dieser Job unfassbar viel Spaß machen, auch wenn er natürlich anstrengend ist.“
Zugleich biete der Beruf gute Perspektiven. „Außerdem ist es ein sicherer Job, der zunehmend an Anerkennung gewinnt“, so Krämer.
Für die Universitätsmedizin Mannheim sind die frisch examinierten Fachkräfte wichtige Nachwuchskräfte für die Zukunft. Die Examensfeier ist deshalb nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein Moment des Aufbruchs. Nach einer intensiven Ausbildungszeit beginnt für die 30 Absolvent:innen nun ein neuer Abschnitt mit viel Verantwortung, neuen Erfahrungen und zahlreichen Möglichkeiten, ihr Wissen weiterzuentwickeln.
Die ATA/OTA Schule an der Akademie der Universitätsmedizin Mannheim ist nach Reutlingen die zweitgrößte in Baden-Württemberg. Sie wurde 2021 eröffnet. Der Ausbildungsstart ist jeweils im Frühjahr (April) und im Spätjahr (Oktober) möglich. In drei Jahren Ausbildungsdauer müssen die Absolvent:innen eine Mindeststundenanzahl von 2.100 Stunden Theorie und 2.500 Stunden praktischer Lehre durchlaufen. Über die Berufe OTA und ATA: Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten (OTA) sind zentrale Fachkräfte im Operationssaal. Sie bereiten den OP vor, assistieren während der Eingriffe, reichen Instrumente, achten auf die Einhaltung der Hygienevorgaben und übernehmen die Nachbereitung. OTAs sorgen für einen sicheren und reibungslosen Ablauf im OP. Anästhesietechnische Assistentinnen und Assistenten (ATA) betreuen Patientinnen und Patienten vor, während und nach einer Operation im Bereich der Narkose. Sie bereiten Narkosegeräte und Medikamente vor, überwachen die Vitalfunktionen während des Eingriffs und assistieren der Anästhesistin bzw. dem Anästhesisten.
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