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Interprofessionelles Lernen: Gemeinsam für bessere Patientenversorgung

Auszubildende verschiedener Gesundheitsberufe arbeiten gemeinsam an einem Patientenfall

In der letzten Aprilwoche stand an der UMM Akademie alles im Zeichen der interprofessionellen Zusammenarbeit. Beim zweitägigen Workshop des interprofessionellen Lernens (IPL) haben Auszubildende verschiedener Gesundheitsberufe intensiv zusammengearbeitet mit dem Ziel, die bestmögliche Versorgung von Patientinnen und Patienten durch abgestimmtes Handeln aller Disziplinen zu erreichen.

Rund 90 Auszubildende aus Pflege, Physiotherapie, Logopädie, Labor und Radiologie sowie dem Operations- und Anästhesiebereich sind in vier interprofessionellen Gruppen zusammengekommen. Im Mittelpunkt stand ein realitätsnahes Fallbeispiel: ein 63-jähriger Patient mit einer akuten Hirnblutung, dessen Versorgung von der Notaufnahme über die Operation bis hin zur Rehabilitation gemeinsam nachvollzogen wurde.

Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf der Akutphase im Krankenhaus. Die Auszubildenden aus Radiologie und Labor stellten diagnostische Abläufe vor, während OTA und ATA die Prozesse rund um die Operation erklärten. Am zweiten Tag stand die Zusammenarbeit der Pflege als Schnittstelle sowie die Rehabilitation durch Physiotherapie und Logopädie im Fokus.

Die Teilnehmenden präsentierten ihre jeweiligen Kernaufgaben und erklärten diese verständlich für andere Berufsgruppen. Dadurch entstand ein umfassendes Verständnis der komplexen Versorgungsprozesse von der Diagnostik bis zur Rehabilitation.

Ein besonderes Highlight waren die interaktiven Lernformate. In Quizzen, praktischen Übungen und Mitmachstationen haben die Teilnehmenden ihr Wissen direkt angewendet und erlebten gleichzeitig die Perspektiven anderer Berufsgruppen. Diese aktive Gestaltung fördert das gegenseitige Verständnis und stärkt den interprofessionellen Teamgedanken.

Die Organisatorinnen und Organisatoren betonen die zentrale Bedeutung der engen Zusammenarbeit für eine hochwertige Patientenversorgung. „Interprofessionelles Lernen schafft genau die Verbindung zwischen den verschiedenen Bereichen im Gesundheitswesen, die für eine optimale Patientenversorgung entscheidend ist. Wenn Auszubildende früh verstehen, wie eng diese Bereiche zusammenarbeiten müssen, verbessert das nachhaltig die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten und stärkt das gegenseitige Verständnis im Team“, betont Jutta Hinrichs, Leiterin der Physiotherapieschule und Organisatorin des IPL.

Die abschließenden Reflexionsrunden zeigten, dass der Austausch von den Teilnehmenden als sehr wertvoll wahrgenommen wird. Viele berichteten, erstmals ein klares Bild von den Aufgaben und Herausforderungen anderer Berufsgruppen zu erhalten.

Die Veranstaltung ist ein fester Bestandteil der Ausbildung an der Akademie der UMM und findet einmal jährlich statt. Mit dem Format setzt die Akademie ein deutliches Zeichen für die Zukunft des Gesundheitswesens, geprägt von Zusammenarbeit, Vernetzung und praxisnaher Ausbildung.

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