• Direktor

Prof. Dr. med. Marcus Hoffmann

Nach dem Medizinstudium an der Westfälischen Wilhelms Universität Münster arbeitete Prof. Dr. Marcus Hoffmann als Sanitätsoffizier der Bundeswehr im Hauptquartier der NATO-Streitkräfte in Mons/Belgien (SHAPE). Das dortige Hospital bietet in einem internationalen und interprofessionellen Umfeld Prävention und Patientenversorgung für ein breites Spektrum von Erkrankungen jeden Lebensalters an. Nach seinem Dienst arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Public Health an der renommierten Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld und absolvierte anschließend klinische Weiterbildungsabschnitte in Innerer Medizin und Unfallchirurgie/Sportorthopädie (Prof. Dr. Peter Habermeyer) sowie einen freiwilligen Einsatz bei der Bundeswehr in Afghanistan während der ISAF- Mission. Danach arbeitete er mehrere Jahre für das europäische Joint Venture von Sanofi Pasteur und Merck und war dort schließlich als Marketingleiter für den HPV-Impfstoff zur Prävention von Gebärmutterhalskrebs verantwortlich. Es folgte eine Station als Referent des Geschäftsführenden Ärztlichen Direktor des Universitätsklinikums Heidelberg (Prof. Dr. J. Rüdiger Siewert). Von dieser Position aus erhielt er den Ruf auf seine Professur an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) und etablierte den ersten Studiengang “Physician Assistant”.

Prof. Dr. Hoffmann war maßgeblich an der Entwicklung und Etablierung der bundesweit ersten Weiterbildungsverordnung “Physician Assistant" des Landes Baden-Württemberg beteiligt, die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen seines Studiengangs sowohl einen akademischen Abschluss verleiht und darüber hinaus zusätzlich zur Führung der Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannte(r) Physician Assistant" berechtigt. Er ist Mitglied der gemeinsamen Arbeitsgruppe “Akademisierte Gesundheitsfachberufe" der Bundesärztekammer und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, welche das bahnbrechende Konzeptpapier “Physician Assistant - Ein neuer Beruf im deutschen Gesundheitswesen" entwickelt hat. Prof. Dr. Hoffmann ist als Fachexperte in zahlreichen Akkreditierungsverfahren für patientenorientierte Studiengänge und als Berater für Hochschulen im In- und Ausland tätig.

Hinsichtlich eingeworbener Drittmittel sowie dem Management von Großprojekten ist insbesondere die erfolgreiche Akquise von Fördermitteln des Landes Baden-Württemberg zur Etablierung von Studiengängen für Pflege und Geburtshilfe (Hebammenwissenschaft) inklusive entsprechender Personal- und Sachmittel hervorzuheben. Darüber hinaus konnte Prof. Dr. Hoffmann verschiedene weitere Projekte umsetzen, darunter Innovationen in der Lehre, die Entwicklung und Evaluierung effizienterer Universitätsprozesse und auf dem Gebiet der Evaluierung der eigentlichen medizinischen Versorgung durch Physician Assistants. Er koordinierte ein von der Europäischen Union finanziertes multinationales Projekt zur Nutzung moderner Lehr- und Lernformen im internationalen und interprofessionellen Unterricht. Als gewählter und langjähriger Geschäftsführer des Fachgremiums Gesundheit seiner Hochschule, richtete die notwendigen Ausschüsse/Gremien ein und leitete die Entwicklung des standortübergreifenden Studienmodells für einen unabhängigen Fachbereich Gesundheit.

Der Professor für BWL-Gesundheitsmanagement leitet sein eigenes Forschungszentrum für Public Health. Weiterhin lehrt und forscht er als Gastprofessor an der Keck School of Medicine der USC (University of Southern California) in Los Angeles, USA.


Digitale und moderne Lehr- und Lernformate, Akademisierung von Gesundheitsfachberufen

Drittmittelprojekte Prof. Dr. med. Marcus Hoffmann


Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren Schleswig-Holstein - Versorgungssicherungsfonds
Physician Assistants an der Westküste: Vertikale und horizontale Integration in die ambulante und hausärztliche Versorgung

Projektziel: Etablierung des neuen Berufsbildes „Physician Assistant“ mit allgemeinmedizinischem, hausärztlichen Kompetenzprofil nach den Vorgaben der Bundesärztekammer (BÄK) und der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) zur ärztlichen Entlastung und Absicherung der medizinischen Grundversorgung im ländlichen Raum.

Beteiligte Fach- und Berufsgruppen: Angehörige verschiedener Gesundheitsfachberufe im berufsbegleitenden Studiengang "Physician Assistance" 

Inhalt: Das bestehende Curriculum wird durch das Projekt um eine Vertiefungsrichtung „Ambulante Versorgung“ mit 8 Modulen ergänzt. Zudem soll der sektorenübergreifende Ansatz von Anfang an im gesamten Studiengang vermittelt werden. Es werden moderne, digitale Lehr- und Lernformate in den Studiengang integriert und diese evaluiert. Weiterhin erfolgt die rechtliche Bewertung delegationsfähiger Leistungen des Einsatzes von PA in der ambulanten Versorgung.

Projekt- und Kooperationspartner: Ärztekammer Schleswig-Holstein, Kassenärztliche Vereinigung Schleswig-Holstein, Ärztegenossenschaft Nord, SRH Hochschule für Gesundheit GmbH, Techniker Krankenkasse (Landesvertretung Schleswig-Holstein), European Physician Assistant/Associate Collaboration e.V. (EuroPA-C),  Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen in Heide und Westküstenkliniken Brunsbüttel und Heide gGmbH.


Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg (MWK)
Hochschulausbauprogramm “Akademisierung der Gesundheitsfachberufe”

Im Rahmen des Hochschulausbauprogramms "Akademisierung der Gesundheitsfachberufe” des MWK Baden-Württemberg wurde an der DHBW Karlsruhe nach erfolgreicher Antragstellung durch Prof. Dr. Marcus Hoffmann die Einrichtung von insgesamt 60 Studienanfängerplätzen im Studiengang “Angewandte Gesundheit- und Pflegewissenschaften” finanziert.

Im Rahmen der Reakkreditierung der Studiengänge im Fachbereich Gesundheit wurden die 60 Studienanfängerplätze (entspricht 180 Studierende in 3 Jahrgängen) in 45 Studienanfängerplätze “Angewandte Gesundheits- und Pflegewissenschaften" und 15 Studienanfängerplätze "Angewandte Hebammenwissenschaft” umgewidmet und somit zwei neue, ausbildungsintegrierende und prozessionsspezifische Studiengänge etabliert.

Für den Fachbereich Gesundheit wurde mit Hilfe der eingeworbenen Sachmittel und weiterer Drittmittel durch Studiendekan Prof. Dr. Marcus Hoffmann unter anderem ein Virtual Reality Anatomy Lab nach Vorbild der Medizinischen Fakultät der Stanford University eingerichtet.


Stifterverband / MINTernational Innovativ
Virtual Reality in praktizierter interprofessioneller Notfallversorgung (VR-PIN)

Das Projekt VR-PIN entwickelt und implementiert eine innovative, interprofessionelle Lernumgebung mit Fokus auf die internationale Interdisziplinarität.

Demgemäß wird das Erlernen der Notfallversorgung von Patienten innerhalb eines Austausches unterschiedlicher Fachdisziplinen in verschiedenen Ländern befördert. Es werden verschiedene interdisziplinäre Herangehensweisen und interkulturelle Denkweisen berücksichtigt. Das internationale Kursformat beinhaltet die drei Stufen virtuelles (Stufe 1) sowie simuliert realitätsbezogenes Lernen (Stufe 2) und die Praxiserfahrung in realen Notfallsituationen (Stufe 3). Die Basis des Austausches stellt die Nutzung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien dar.

Somit können Lehrräume auch über Ländergrenzen hinweg verbunden werden. Prinzipiell ist das Gesamtkonzept im gesamten Ausbildungs- und Hochschulbereich, in dem Gesundheitsfachberufe ausgebildet werden, übertragbar. Damit ist bereits ein sehr hohes Transferpotenzial gegeben.


EU-Programm Erasmus + Strategische Partnerschaften
Transnational mobility & interdisciplinary STEM modules in the digital era (MobyDig)

Im Projekt „MobyDig“ entwickelten und implementierten die DHBW, die Universität Oulu und die Technische Universität Luleå in internationaler und interprofessioneller Zusammenarbeit ein innovatives Blended-Learning Konzept für MINT-Fächer.

„MobyDig“ sieht vor in einem „flipped classroom“ unter Verwendung neuester IKT-Technologien und einem integrierten Mobilitätskonzept,, die Kursinhalte aller drei Standorte zunächst für Grundlagen der Chemie zu standardisieren, im Curriculum der jeweiligen Hochschulen/Universitäten zu integrieren und als OER-Content (Open Educational Resources) interessierten Institutionen zur Verfügung zu stellen.

Das "blended learning" Kurskonzept beinhaltet eine Vielzahl differenzierter Lernmodi. Die Studierenden können die Online-Kursinhalte flexibel in ihrer Lerngeschwindigkeit, -zeit und -umgebung bearbeiten, während die "virtuellen Klassenzimmer" bspw. für Diskussionsrunden / "Q & A-sessions", für Gruppen- / Projektarbeiten oder dem Erfahrungsaustausch dienen. Die Intensivstudienprogramme bieten ein hohes Maß an praktischen Erfahrungen, einen direkten Wissenstransfer zu realen Anwendungen sowie eine interaktive Lernumgebung. Das Kurskonzept ermöglicht auch den Erwerb transversaler Kompetenzen und Skills, die für den Arbeitsmarkt von hoher Relevanz sind. Vom Kompetenzerwerb profitieren nicht nur die Studierenden, sondern auch das Lehrpersonal.

Moby Dig generiert zusätzlich ein nachhaltiges und übertragbares Lernkonzept, um die Attraktivität von MINT-Fächern/ -modulen zu erhöhen.


DHBW eCampus
From Bench to Bedside - Wissenschaftliches Arbeiten am Beispiel der Pankreaschirurgie

Nach dem Modell erfolgreicher virtueller Hochschulverbünde wurde mit der Initiative „DHBW eCampus“ ein digitaler Verbund aufgebaut, in welchem standortübergreifende, virtuelle Lehrveranstaltungen realisiert werden. Die Lehrveranstaltung "From Bench to Bedside - Wissenschaftliches Arbeiten am Beispiel der Pankreaschirurgie” beinhaltet 12 Unterrichtseinheiten.

Durch das begleitete Selbststudium kann jeder Teilnehmer das Lerntempo selbst bestimmen und hat zudem die Möglichkeit das erworbene Wissen durch Quizfragen zu überprüfen.

Eine Abschlussveranstaltung bietet zusätzliche Möglichkeit zum Austausch innerhalb der Gruppe sowie zu Fragen an die Tutoren.

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